Workshop 7

Block 6

Samstag, 7. Mai 2015

Antje Hill, Kathrin Staufenbiel

Achtsamkeit: Wenn Zweifel erlaubt sind...

„Gleich muss ich meine Leistung zeigen, sonst war das ganze Training umsonst. Das würde ich mir nie verzeihen. So viele Augen werden auf mich gerichtet sein. Ich bin so aufgeregt. Wie soll ich das bloß schaffen...?“ Gedanken wie diese, unmittelbar vor einem Wettkampf, sind Leistungssportlerinnen und Leistungssportlern oftmals nur zu gut bekannt. Sie wollen ihr Bestes geben - selbstverständlich. Doch oftmals führt das Bestreben, eine hohe sportliche Leistung erbringen zu müssen, zu kontraproduktiver Anspannung und Ängsten. Der Versuch, negative Gedanken zu kontrollieren oder zu unterdrücken, führt jedoch oft dazu, dass gerade diese Gedanken umso präsenter sind und die sportliche Leistung beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang bietet das Prinzip der Achtsamkeit einen vielversprechenden Ansatz. Achtsamkeit ist definiert als eine wertfreie Wahrnehmung des gegenwärtigen Augenblicks und einer damit einhergehenden Haltung der Offenheit und Akzeptanz. Dadurch kann eine Distanzierung zu negativen Bewertungsprozessen erfolgen, welche ein adäquates Handeln ermöglicht. Der Workshop ist interaktiv ausgerichtet und bietet neben einem Einblick in den Ansatz der Achtsamkeit auch ein Übungsfeld zum Erlernen der wichtigsten Achtsamkeitsübungen mit besonderem Augenmerk auf den sportlichen Kontext. Darüber hinaus erhalten Sie Übungsmaterial, welches in Trainingsprogramme integriert werden kann.

Workshop in deutscher Sprache

Maximale Teilnehmerzahl: 25

 

Antje Hill war in Ihrer Schul – und Studienzeit aktives Mitglied der A-Kadermannschaft aus Neuss im Voltigieren und konnte mit dem Team die Erfolge des deutschen Meisters, sowie Europa-und Weltmeisters erzielen. Seit Abschluss ihres Studiums der Psychologie in Bonn befindet sie sich in Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin an der Akademie für Verhaltenstherapie in Köln und arbeitet mit einer halben Stelle im St. Alexius-/St. Josef-Krankenhaus in Neuss. Als Mitglied des Referats für Sportpsychiatrie der DGPPN liegt ihr Interesse neben der Behandlung allgemeinpsychiatrischer Krankheitsbilder auch bei der Behandlung psychischer Störungen bei Leistungssportlern. Seit 2014 promoviert Antje Hill am Arbeitsbereich Sportpsychologie der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Bernd Strauß und Dr. Linda Schücker zum Thema Aufmerksamkeit im Sport.

 

 

 

Dr. Kathrin Staufenbiel ist Diplom-Psychologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Sportpsychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Hier promovierte sie zum Thema “Home advantage in sports from a social cognitive perspective”. Zudem ist sie als freiberufliche Sportpsychologin im (Nachwuchs-) Leistungssport tätig. Hierbei ist sie u.a. für den Olympiastützpunkt Westfalen und die Initiative mentaltalent.de aktiv. Darüber hinaus berät sie als systemische Beraterin auch Teams, Arbeitsgruppen und Familien.

 

 

 

 

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