Impulsvortrag

Block 5

Freitag, 6. Mai 2015

Gabriele Neumann & Kai Engbert

Sportpsychologische Rahmenkonzeptionen im deutschen Spitzensport – Wenn nicht jetzt, wann dann?

In den letzten Jahren hat sich in vielen Spitzenverbänden die sportpsychologische Betreuung vom Nachwuchsbereich bis hin zur TOP Team-Betreuung etabliert. Trotz dieser rasanten Entwicklungen gibt es bisher nur für einige olympische und paralympische Sportarten sportpsychologische Rahmenkonzeptionen, die eine systematische Betreuungsarbeit gewährleisten.
Um diese Lücke zu schließen, bemüht sich das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) seit vielen Jahren um die Förderung von Forschungs- und Transferprojekten, die als Output u.a. die Erstellung von verbandsspezifischen sportpsychologischen Rahmenkonzeptionen beinhalten. Insbesondere über die neue Möglichkeit der Förderung sogenannter Service-Forschungsprojekte bestand bis Ende März 2016 die Möglichkeit, Anträge zur Erstellung sportpsychologische Verbandsrahmentrainingskonzeptionen einzureichen.
In dem Impulsvortrag sollen nach einem kurzen Überblick zu den Aktivitäten rund um das Thema „sportpsychologische Verbandsrahmenkonzeption“ exemplarisch für die gemeinsamen Bemühungen mehrere „Best-practice“ Beispiele von den beteiligten sportpsychologischen Experten und Expertinnen im Dialog mit Verbandsvertretern vorgestellt werden. Damit sollen einerseits Anregungen und Hilfestellung für Diejenigen gegeben werden, die noch vor der Aufgabe stehen, für „ihren Verband“ bzw. „ihre paralympische Sportart“ eine sportpsychologische Rahmenkonzeption zu entwickeln. Andererseits wird mit dem Vorhaben angestrebt, neue Impulse zur Aktualisierung oder Weiterentwicklung bestehender Rahmenkonzeptionen zu setzen.

 

Privatdozentin Dr. Gabriele Neumann - habilitierte Sportpsychologin, promovierte Sportwissenschaftlerin und Psychologin, langjährige Spielerin der deutschen Damen-Basketballnationalmannschaft - begann 2001 ihre Arbeit beim Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) als Leiterin des Fachgebiets Psychologie. Ab 2014 leitete sie zusätzlich zu diesen fachlichen Arbeiten den Fachbereich „Wissenschaftliche Beratung“ im BISp. Anfang 2015 wurde PD Dr. Neumann mit der kommissarischen Leitung des Fachbereichs „Forschung und Entwicklung“ sowie mit der Funktion der kommissarischen Ständigen Vertreterin des Direktors beauftragt. Zudem ist sie seit 2015 als Stellvertretende Beauftragte für den Haushalt des BISp tätig. Zum 01. September 2015 erfolgte die endgültige Übertragung der Funktionen als Ständige Vertreterin des Direktors und als Fachbereichsleiterin „Forschung und Entwicklung“.

 

 

 

Dr. Kai Engbert ist Diplom-Psychologe und hat am Max-Planck Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in München promoviert. Er ist approbierter Psychotherapeut, ausgebildeter Sportpsychologe und als ehemaliger Leistungssportler (Kanu-Slalom) weiß er, wie Sportler „ticken“ und wie sich Siege und Niederlagen anfühlen. Seit 2006 arbeitet Dr. Kai Engbert mit Sportlern aus verschiedenen Mannschafts- und Einzelsportarten zusammen. Er begleitete unter anderem die deutsche Olympiamannschaft nach Vancouver 2010, London 2012 und Sochi 1014. Mit mehreren Kollegen führt er „Sportpsychologe München“, eine Beratungspraxis für alle, die ihre mentale Leistungsfähigkeit verbessern oder wieder herstellen wollen (www.sportpsychologie-muc.de).

 



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